Der Sommer in Italien

Der Sommer in Italien ist lang, heiß und sonnig. Man könnte denken, ein Traum von einem Sommer. Wie alles im Leben hat jedes Positive auch ihre negative Seite. Dieser Sommer hatte es für mein Empfinden in sich! Viele Ereignisse, Veränderungen und Überraschungen (auf die ich gerne verzichtet hätte). Was ist genau passiert?

Der Sommer in Italien

Urlaub, Auszug, Heimatlosigkeit

Wir waren im Urlaub, einmal in Kroatien und in einer Stadt in Süditalien. Außerdem zogen wir aus unserer Ein-Zimmer-Wohnung aus mit der Information, nach zwei Monaten in eine frisch renovierte, größere Wohnung ziehen zu können. Für eine Weile ging es zu den Eltern meines Partners am anderen Ende des Landes. Außerdem stand noch die Hochzeit meines Bruders in Deutschland an, sodass wieder eine lange Reise ansteht.

Fangen wir an mit den Geschehnissen, die mir gefielen:

Die Urlaube waren für mich sehr schön! Die Fahrt nach Kroatien war kürzer als gedacht, nur ca. vier Stunden je Weg. Wir waren auf einem Campingplatz mit einem privaten Strand. Es war richtig cool dort! Der Campingplatz war in der Nähe der Stadt Novigrad – einigen von euch eventuell bekannt aus dem „The Witcher“ Universum. Ich wusste vorher nicht, dass diese Stadt in Kroatien liegt. Für uns war es das erste Mal, dass wir im Auto – ein kleiner Nissan Micra – übernachteten. Suuuper unangenehm, eine richtige Schlafposition zu finden, da das Auto ja so winzig war. Irgendwann schliefen wir dann doch ein.


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Extreme Decluttering – 90% ist weg!“ – Blogpost


Auf der Rückfahrt zurück nach Deutschland passierte es – der Motor gab auf! Die Motorkontrollleuchte fing während der Fahrt an zu leuchten, sodass wir den Schaden schonmal einigermaßen ausmachen konnten. Dann geschah es – auf der Autobahn gab der Motor auf! Wir mussten abgeschleppt werden. Zum Glück versagte das Auto ca. 50km von unserer Wohnung entfernt. Durch die fehlende Anbindung des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs mussten wir ein Taxi nach Hause nehmen. Gut, dass es passierte, bevor wir die 1000km weite Reise nach Süditalien unternahmen!

Was mir noch gefiel, war, dass das Landhaus meiner „Schwiegereltern“ über zwei getrennte Wohnungen verfügt. Somit hatten wir unseren einen Rückzugsort nur für uns. Mein Partner konnte endlich sein neues Auto nutzen, welches er von seinem Onkel abkaufte. Ein riesiger Schritt für unsere Mobilität – es ist bei weitem sicherer und komfortabler als der alte Nissan. Da es im Haus kein Internet gab, nutzten wir die Zeit und fuhren jeden Morgen ans Meer, alle paar Tage erkundeten wir die Gegend um uns herum. Es war einfach nur schön – oder hätte es zumindest sein können!

Es gab auch Negatives zu berichten:

Das negativste, was uns zustieß, war das „Nicht-Bekommen“ der neu renovierten Wohnung. Dies schmiss unsere Pläne komplett über den Haufen! Wir gingen davon aus, nach unseren Reisen in diese neue Wohnung zu ziehen. Jetzt sind wir gezwungen, in den Wohnungen / Häusern unserer Eltern zu wohnen, wieder getrennt voneinander, weil der Vermieter es so entschied wie er entschied. Sie war größer und besser aufgeteilt als unsere alte Wohnung. Außerdem war sie komplett neu renoviert und eingerichtet! Es wäre einfach zu gut gewesen. Mehr Platz für uns zusammen, aber auch mehr Raum für unsere Persönlichkeiten.

Der Sommer in Italien durchkreuzte unsere Pläne

Warum gab es diese immer weiter wachsende Unzufriedenheit in mir? Es entwickelte sich zwischen uns eine Disharmonie, die sich aus meiner Unzufriedenheit meiner Situation ergab. Ich war sauer und wütend auf die Umstände, denen ich ausgeliefert war – und immer noch bin. An ihnen kann ich nichts ändern und bin zum Warten verurteilt. Durch die nicht nachlassenden Fragen aus meinem Umfeld, warum ich nichts tue, warum ich warte, worauf ich warte, wieso ich so passiv bin:

Ich kann aktuell nichts tun! Das, was ich machen kann, ist Italienisch lernen und darauf warten, dass es endlich weiter geht! Der Umstand, von dem alles abhängt, muss erst eintreten. Vor der Erfüllung dieses Umstandes geht gar nichts. Das verstehen einige aus meinem Umfeld einfach nicht.

WIR KÖNNEN NUR ABWARTEN – UND DAS BRINGT MICH UM DEN VERSTAND!

Dieses Abwarten und nichts machen können macht mich verrückt! Ich wurde zur einer unabhängigen Frau erzogen, die ihre Ziele kennt und auf sie hinarbeitet. Doch wegen durchkreuzter Pläne und bin ich aktuell aufgeschmissen und auf die Hilfe anderer angewiesen.

Der Sommer in Italien

Pläne für die Zukunft

Langsam fange ich wieder Mut, mich wieder auf den Weg vor mir zu fokussieren. Ich liege schon zu lange am Boden. Wenn ich nicht aufpasse, komme ich nicht mehr ohne äußere Hilfe wieder auf die Beine. Somit reaktiviere und modifiziere ich unsere Pläne für die Zukunft und zerteile sie in kleine, machbare Vorhaben. Dadurch erhalte ich mir meine Motivation, diese Pläne auch umzusetzen und fertigzustellen. Vor allem darf ich das größere Ziel nicht aus den Augen verlieren, das „Warum mache ich das hier eigentlich?„.

Von welchen Plänen sprichst du bloß? Diese haben Einfluss auf uns beide, betreffen aber hauptsächlich mich. Die Pläne sehen aus wie folgt:

  1. Eine Wohnung für uns finden
  2. Arbeit für mich finden
  3. ggf. an einem Italienischkurs teilnehmen
  4. Alle notwendigen bürokratischen Hürden meistern
  5. eine neue Routine etablieren – für uns zusammen, aber auch für uns individuell

Dies sind umsetzbare und vor allem notwendige Pläne, um die wir nicht herumkommen werden. Ohne die Erfüllung dieser Pläne kommen wir nicht weit, sie bilden die Basis für unsere gemeinsame Zukunft in Italien. Erst müssen diese so schnell wie möglich erfüllt werden, erst danach können wir uns um andere Vorhaben kümmern.

Wie war euer Sommer? Es interessiert mich, wie ihr mit lebensverändernden Umständen zurechtkommt – schreibt es in die Kommentare!

xoxo tiffeck

tiffeck

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