Die Tyrannei des „Solls“ – Wie du deinen eigenen Weg gehst

Durch unsere Gesellschaft wachsen wir mit kulturellen Normen auf, die uns in unserer Persönlichkeit prägen. Doch wie du deinen eigenen Weg gehst ist sehr schwierig und ein Weg, den nur du gehen kannst. Du kennst bestimmt den Spruch: „Um ein Kind zu erziehen, brauchst du ein ganzes Dorf“. Dass dieser Spruch einen wahren Kern hat, steht außer Frage. Durch den Einfluss von Außen erlernen und festigen wir Fertigkeiten, die unser familiäres Umfeld nicht komplett abdecken kann. Doch sind die Normen und sozialen Gesetze nicht auch Fluch und Segen zugleich? Hier ein paar Tipps, wie du aus der Tyrannei des Solls ausbrechen kannst und wie du deinen eigenen Weg gehst.

Sich nicht durch das „Soll“ definieren lassen

Normen und Regeln sind dafür da, um sich an ihnen zu orientieren und zu halten. Sei dabei ehrlich zu dir selbst, währen du diese für dich arrosierst. Treffen sie auf dich und deine Persönlichkeit zu? Wer bist du überhaupt? Was magst du, was nicht, welche Talente hast du? Finde heraus, wer du bist, was du kannst, mithilfe von Selbst- und Fremdreflexion. Am Ende des Tages bist du allein für deine Taten und dein Verhalten verantwortlich.

Erwartungen & deren Erfüllung

Setzte dich nicht unter Druck, die Erwartungen anderer zu erfüllen. Wenn sie nämlich konträr deiner Persönlichkeit stehen, ist das Potential hoch, dass du unglücklich und neurotisch werden kannst. Kannst, wohl gemerkt. Manche blühen unter Druck auf, andere brechen darunter zusammen. Jeder hat seinen eigenen Grenzen, die du erstmal ausloten und dir ehrlich eingestehen musst. Die Gesellschaft dankt dir nicht, wenn du dich für sie überschätzt und an den unrealistischen Erwartungen zugrunde gehst. Sei ruhig egoistisch. Du musst erstmal wissen, was du kannst, bevor du ambitionierten Zielen nachgehst.

Entfalte dein Potenzial

Geh in dich und frage dich, was du wirklich kannst. Bin ich ein Organisationstalent? Habe ich Führungspotential? Ist mein handwerkliches Geschick außergewöhnlich gut ausgeprägt? Habe ich ein gutes Auge für Design? Sie dir deine Hobbies an, die Tätigkeiten, denen du gern deine Zeit widmest. Außerdem ist ein guter Indikator deiner Fähigkeiten die Wahl deines Arbeitsplatzes. Ist diese Wahl ausbaufähig? Oder weißt du, wo du nicht mehr arbeiten möchtest? Positive wie negative Erfahrungen helfen dir, dich in deiner Persönlichkeit weiterzuentwickeln

Hinterfrage dein Umfeld

Wie du deinen eigenen Weg gehst, erfährst du dadurch, indem du auf dein Umfeld hörst. Sei wie immer ehrlich zu dir und deinem Umfeld – Sind es wirklich Freunde, weil du sie gern um dich hast und dich akzeptieren wie du bist, dich in jeder Lebenslage unterstützen und dich dein Leben leben lassen – natürlich auch mit berechtigter Kritik, ohne dabei angreifend oder herabwürdigend zu sein? Oder hast du das Gefühl, dass sie dir gesellschaftliche Normen und Regeln aufzwängen wollen? Dass diese Menschen in deiner Umgebung dir ihre Vorstellungen von Richtig und Falsch auferlegen wollen, damit diese sich glücklich und bestätigt fühlen?

So hart es klingt – säge sie ab. Der ideale Zeitpunkt ist dann, wenn du es aus dieser „Beziehung“ herausgewachsen bist. Die Trennung von dem Liebespartner ist ummünzbar auf Bekanntschaften und Freundschaften. Man kann unterschiedlicher Meinung sein bei Themen wie „Ich mag kein Kaffee, lieber trinke ich Tee“, nicht aber bei moralischen Themen und persönlichen Grundsätzen. Wenn diese zu weit abweichen und keine Brücke mehr geschlagen werden kann, ist es besser für beide, sich voneinander zu verabschieden – so ist es besser für beide.

Die Tyrannei des Solls – wie du deinen eigenen Weg gehst

gehe deinen eigenen Weg

Die Tyrannei des „Solls“ darf nicht dein Leben bestimmen. Wie du deinen eigenen Weg gehst liegt ganz bei dir. Sei dein eigener(r) Herr/in, du bist es wert. Am Ende des Tages bist du die einzige Person, der du Rechenschaft für deine Persönlichkeit und dein Handeln ablegen musst. Kannst du mit dir selbst und deinen Entscheidungen leben, die du im Laufe deins Lebens getroffen hast? Wie so oft, sei ehrlich zu dir selbst, sonst ist es keiner.

tiffeck

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