Endlich nicht mehr rauchen!

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Ich rauchte, seitdem ich ca. 15 Jahre alt bin. Also mein halbes Leben. Ich will gar nicht, wie viel Geld ich ausgab und wie meine Lunge aussieht.

September 2019 entschied ich, rauchfrei zu werden. Das hieß für ich damals, sowohl keine Zigaretten mehr zu rauchen als auch keine diverse E-Zigaretten zu dampfen. Hielt ich durch?

Nein, hielt ich nicht. In diesen acht Monaten hatte ich einen Rückfall nach dem anderen. Immer wieder Zigaretten geraucht, den Dampfer wieder ausgepackt und genutzt. Ich will endlich nicht mehr rauchen!

Rückfälle gehören zum Aufhörprozess dazu. Es war für mich echt schwer, es vor mir recht zufertigen. Mein Partner war auch nicht gerade begeistert. Dies führte zum Gedanken:

Was mache ich hier eigentlich? Wen will ich eigentlich verarschen?

Ich zu mir selbst

Das hieß für mich von jetzt an Notbremse, ich habe einfach gar keinen Bock mehr auf diese teuren, stinkenden Mist. Nur Nachteile! Ich will endlich nicht mehr rauchen!

Was mache ich eigentlich?

Ich habe über diese Lange Zeit entdeckt, was ich mir über mein Verhalten bewusst gemacht habe. Diese Entdeckung möchte ich dir hier in den folgenden Punkten weitergeben:

1. Mindest ändern

Dies ist der mit Abstand wichtigste Punkt. Wenn der Schalter in deinem Kopf noch nicht umgelegt ist, dann bist du noch nicht bereit.
Wenn du es wegen äußeren Umständen machen möchtest, kann es ein Anfang sein und vielleicht dir helfen. Doch den Hebel musst du aus eigenem Antrieb umlegen.

2. Geldfrage

Wie viel kostet es eigentlich? Wie viel sparst du, wenn du aufhörst?
Machen wir mal ein Beispiel:

Wenn eine Packung 7€ kostet und du diese in zwei Tagen verrauchst, kann es in der Woche 21€, im Monat 84€ kosten. Im Jahr sind das sage und schreibe 1000€!!!! Das ist der Wahnsinn, wie schnell man doch einen sagenhaften Urlaub in den Wind bläst…

3. Gesundheit

Nicht nur deine Lunge, dein ganzer Körper wird dir danken.
Ich merkte es beim Treppensteigen, beim laufen zum Bus / zur Bahn, allgemein bei sportliche Bewegung bekomme ich besser Luft. Somit kann ich mich sportlich mehr bewegen und andere Ziele verfolgen.
Du hast nur einen Körper. Er tut dir Gutes, er hält dich am Leben. Zoll dir selbst Respekt und wertschätze dich auf physischer Ebene. Meine Selbstachtung mir gegenüber steigt mit jedem Tag, den ich nicht mehr zur Schachtel greife.

4. Lifestyle

Ich stinkte. Innerlich wie äußerlich. Mein Atem stinkt, der Rauch setzt sich in die Kleidung – es setzt sich auch in der Wohnung fest, wenn du innen rauchst.
Du musst immer wieder aus dem Gebäude, wenn du arbeitest oder dich mit Freunden in einer Örtlichkeit triffst.
Mein Freund wollte mich nicht küssen, sich nicht in meiner Nähe aufhalten, wenn ich „frisch“ eine Zigarette rauchte. Man bannt sich selbst von sozialen Interaktionen aufgrund der Sucht nach Nikotin.

Und wie?

In Bezug auf Mindset half es mir, mir bewusst zu machen, was ich da eigentlich mache. Ich stinke, die Sucht zieht mir das Geld aus der Tasche und ich kann mich nicht entspannt zurücklehnen und mit meinen Liebsten beisammen sein.

Routinen müssen bearbeitet und verändert werden, damit der Platz der Rauchgewohnheit mit etwas anderem belegt werden kann.

  • morgens beim Kaffee rauchte ich eine – jetzt mache ich mich im Bad fertig, solange das schwarze Gold noch braucht.
  • Davor lief ich zur Arbeit. Den Weg fuhr ich dann mit dem Fahrrad, damit die Routine nicht mehr griff.
  • Mit Bargeld bei mir bestand das Risiko, dass eine neue Packung in meine Tasche wanderte. Somit kein Bargeld mehr. Oder jedenfalls nicht so viel für Zigaretten.
  • Alle Utensilien fortschaffen, die einen wieder in die Routine ziehen wollen. Somit werden alle Feuerzeuge verschenkt (bis auf ein wiederaufladbares für z.B. Kerzen). Ach ja, der Aschenbecher darf natürlich auch fort. Alle Utensilien fortschaffen, die einen wieder in die Routine ziehen wollen.
  • Ich mache es so, dass ich mich am Anfang von meinem Partner kontrollieren lasse. Zu Beginn super nervig, muss es aber sein, damit es sich tiefer und schneller einbrennt.

Ziele setzen

Helfen dir Ziele bei der besseren Umsetzung? Mir schon. Die Zielsetzung ist ein wichtiger Teil der Suchtbekämpfung.

Meine Ziele können dir als Beispiel helfen:

  • Es spart Geld, nicht mehr zu rauchen. Somit werde ich nicht nur die 84€ im Monat sparen, sondern es auf die Spitze treiben. Meine Ausgaben werde ich auf Lebensmittel, Drogeriartikel und eben die Fixkosten des täglichen Bedarfs reduzieren. Somit konnte ich in den letzten Monaten mehrere 1000€ sparen.
    Mit dem Geld habe ich schon was geplant, bleibt gespannt.
  • Mit der besseren Kondition, die mir das Nicht-Rauchen beschert, kann ich mich auf Sport und Bewegung im allgemeinen fokussieren und mich meinem Körper widmen.
  • Mein Kopf ist wieder frei für andere Themen, nicht mehr „nur“ dem rauchen gewidmet. Der Fokus kann man z.B. auf ein neues Hobby legen. Willst du mehr Bücher lesen? Zeichnen oder malen? Ein Musikintsrument lernen?
    Mit einem suchtfreien Mindset kann man besser denken und ist freier.
endlich nicht mehr rauchen + tipps und tricks
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Es gibt diverse Bücher zu dem Thema, wie z.B. Endlich Nichtraucher! und Endlich Nichtraucher – Für Frauen! Allen Carr ist ein erfolgreicher Autor für Selbsthilfebücher.

Seid ihr Raucher/in und wollt euch ändern?
Habt ihr Tipps & Tricks, die euch beim Aufhören helfen?
Schreibt ruhig in die Kommentare!

tiffeck

tiffeck

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