Extreme Decluttering – 90% ist weg!

Bisher bewohnte ich in Deutschland eine 2-Zimmer-Wohnung mit 50qm Größe. Dieses Apartment war vom Wohnfläche-Miete-Lage-Verhältnis ein super Schnäppchen. Doch mit dem Umzug ins Ausland – genauer nach Nord-Italien – war der Wechsel radikaler Natur: nämlich in eine 1-Zimmer-Wohnung in 30qm Größe – zusammen mit meinem Partner. Somit passt der Begriff „extreme decluttering“ ganz gut – mit dem richtigen Grund und System ist 90% an Hab & Gut weg!

Der Grund

Ein sehr mutiger & auch radikaler Schritt: ich wanderte aus. Mein Partner und ich lebten seit über drei Jahren in einer Fernbeziehung – er in Italien, ich in Deutschland. Irgendwann war die Zeit reif – er hatte eine langfristige Anstellung gefunden, eine neue Wohnung ergattert, mein Vertrag lief aus und hatte genug Mut. Manche würden auch „dumm“ meinen, doch wie sagt man so schön: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!“

Das große decluttering!

Da die neue Wohnung in Italien mit den grundlegendsten Gegenständen ausgestattet ist, brauchte ich mich „nur“ noch um die essentiellen Gebrauchs- und Verbrauchsgegenstände kümmern, die ich täglich nutzen werden würde. Zu Beginn des großen Entrümpelns ist es einfacher, sich einen Schlachtplan zu erstellen, damit man den Überblick nicht verliert. Denn Zeit ist Geld & Nerven. Hier kommt jetzt meine Herangehensweise, wie ich durch das Chaos an Anschaffungen stakste und nun endlich das habe, was ich auch wirklich brauche:

…doch wo fange ich an?

Es ist schwer, den Anfang zu finden. Überall siehst du Krempel rumliegen, der entsorgt werden möchte. Zu Beginn kann es überwältigend sein vor seiner Existenz zu stehen mit dem Wissen, so gut wie alles so schnell wie möglich loswerden zu müssen. Doch ich habe hier ein paar Tipps und Tricks für euch auf Lager, die ich während meines Prozesse anwandte.

Der erste Schritt ist der schwerste!

Es ist wahr, so plump wie es sich anhört! Der Erste Schritt muss getan werden. Wenn du eine Deadline hast – wie in meinem Falle – wirst du dich viel schneller von dem Krempel entledigen können als ohne Limit.

Nimm eine Kiste oder eine Tüte (pro Zimmer) und sieh dich im Raum um, in dem du dich befindest. Bestimmt fallen dir ein paar Gegenstände ins Auge, die du schon immer loswerden wolltest. Lass diese Kiste / Tüte im Raum für den Fall, dass dir wieder was in die Hände fällt, was weg kann. Sei ehrlich mit dir!

Raum für Raum – Bestandsaufnahme

Zuerst trug ich nach und nach alles aus dem mir zugeteilten Keller-Abteil in meine Wohnung, um mir einen Überblick zu verschaffen. Somit konnte ich sehen, was ich in die ewigen Keller-Gründe verbannte. Wir kennen das ja, was im Keller ist, ist eigentlich schon weggeschmissen. Doch bis alles wirklich weg war, dauerte es sogar bis über den Wohnungs-Übergabe-Termin hinaus! (3+ Monate!!!)
Zurück zum Thema: Ich ging von Raum zu Raum und machte eine Bestandsaufnahme. Was kommt definitiv weg, was muss ich mir noch durch den Kopf gehen lassen, was nehme ich mit, was lasse ich hier in Deutschland, was irgendwann nachkommt? So besorgte ich mir so viele Bananenkisten,

Kombi aus Online & Offline

Nutze alle möglichen Plattformen – online wie offline – um deine Habseligkeiten loszuwerden. Mach dir eine Liste oder einen Ordner in deinem Browser mit den notwendigen Seiten / Plattformen & Geschäften wie Örtlichkeiten, die dir beim Verkaufen / Tauschen / Verschenken helfen.
Vergiss außerdem nicht: Nimm diejenigen, die du am schnellsten greifen kannst! Arbeitskolleg*innen, Nachbarn, Freunde & Familie. Über diese Personen konnte ich auch eeeiiiniges loswerden!


Du suchst weitere Einblicke in die fantastische Welt des Minimalismus?
Klicke Hier!


Von Groß nach Klein

Zu Beginn ging ich von Groß nach Klein, um eine Liste anzufertigen mit den großen Möbeln, die am schwersten zu Verkaufen sind. Vor allem geht es um solche Möbelstücke wie Küche, Sofa, Sessel, Tische & Teppiche. Die müssen am schnellsten auf diverse Plattformen wie Ebay Kleinanzeigen oder Facebook Marktplatz hochgeladen werden, da deren Verkauf am langwierigsten ist.
Tipp: Fotos sind DAS Verkaufskriterium. Wenn die Fotos bescheiden sind, verkauft ihr die reingestellten Objekte nicht – oder es dauert eben viel länger.

Reduziere dich auf das Nötigste!

Ich nahm jetzt auch wirklich nur das mit, was ich auch wirklich benötigen würde! Nimm den Wohnungsplan deiner zukünftigen Wohnung – wenn vorhanden – zur Hand. Schreib dir die Maße auf, wenn diese Vorhanden sind, denn eben diese Maße helfen dir bei der Mitnahme potentieller Gegenstände. Somit kannst du besser planen! Sei ehrlich zu dir, es wird dir auf keinen Fall helfen, Sachen mitzunehmen, für die du letztendlich keinen Platz und vor allem keinen Nutzen hast.
Denk auf an den Transport! Je weniger du mitnimmst, desto weniger musst du auch von A nach B transportieren. Entweder machst du es selbst (weil passendes Auto vorhanden), dir hilft jemand (wie in meinem Fall meine Eltern) oder du lässt machen (was am meisten ins Geld geht). Es kommt immer darauf an, wie viel Geld & Hilfe dir zur Verfügung steht.

Extreme Decluttering – 90% ist weg!

Das Ende ist erst der Anfang

Was brauche ich, was nicht?

Ja, ich nahm auch Gegenstände mit, die ich nicht brauche. Wie z.B. mehrere zu-Hause-Jacken, um mich warm zu halten. Außerdem zwei Fahrradhelme – es sind noch nicht mal Fahrräder vorhanden. Ok, man weiß erst, was man braucht, wenn umgezogen ist! Außerdem hilft die Routine in der neuen Umgebung, herauszufinden, was benötigt wird und was eben nicht.

Leute, hoffentlich hilft euch dieser Blogpost „Extreme Decluttering – 90% ist weg!“ ein wenig, eine kleine Orientierung zu finden! Nähere Informationen findet ihr bei euren regionalen wie nationalen Behörden – wenn du dran bleibst, dann wird dir auch geholfen! Vor allem brauchst du Geduld und starke Nerven.

Habt ihr euch auch schon mal so knallhart reduziert? Oder lest ihr gerne drüber und schwimmt zur Erholung danach in eurem geliebtem Kram? Schreibt es mir in die Kommentare!

tiffeck

2 Gedanken zu „Extreme Decluttering – 90% ist weg!

  1. Wow. 90 Prozent sind echt viel! Ich habe bis zu meinem 29. Lebensjahr eigentlich immer so wenig gehabt, dass ich mit einem PKW umziehen konnte. In den letzten zehn Jahren hat sich leider ziemlich viel angesammelt. Instrumente, Malzeugs, Wander- und Campingutensilien. Mein Problem: Ich benutze die Sachen tatsächlich auch oft. Ich mag aber das Gefühl nicht soviel Zeug zu haben und möchte davon gerne wieder weg. Früher habe ich viel auf Plattformen wie ebay verkauft. Irgendwann lief das nicht mehr so gut und dann hab ich die Sache ziemlich aus den Augen verloren und noch brauchbare Dinge einfach wegzuschmeissen ist nicht so mein Ding. Ich hoffe ich komme in der Sache bald weiter. Vielen Dank für Deinen Beitrag Da hast Du ganz schön was geschafft.

    1. Hallo Anne,
      Vielen Dank für deinen Kommentar! Ja, 90% sind echt viel, das stimmt. Kennst du den Begriff „Essentialismus“? Beim Minimalismus geht es um die Menge, beim Essentialismus darum, was du besitzt, also das Essentielle. Vielleicht hilft dir diese Idee weiter!

Kommentar verfassen

Zurück nach oben