How To: Fernbeziehung während einer Pandemie

Mein Partner und ich sind seit dem 14.10.2018 ein Paar, also etwas über 2 Jahre. Wir lernten uns kennen, als ich in Rom Urlaub machte. Diese Beziehung findet überwiegend als Fernbeziehung statt. Doch diesmal ist es anders. Das Jahr 2020 steht ganz im Zeichen einer globalen Pandemie. Jetzt, im Winter, zieht es wieder an, und zwar volle Kanne. Social Distance hier, Reiseverbote da, Masken tragen, wenn’s geht überall. Wie fühlt es sich so eine Art Beziehung an? Was kannst auch du tun, um etwas Intimität und Kommunikation aufrecht zu erhalten?
Hier ist ein kleines How To: Fernbeziehung während einer Pandemie!

Fernbeziehung 101

Wie führt man eigentlich eine Fernbeziehung? Was ist das überhaupt? Ist diese Form für jeden geeignet?

Fangen wir mit dem „Was ist das überhaupt“ an:


„Bei der Fernbeziehung handelt es sich um eine Partnerschaft von Menschen, deren räumliche Lebensmittelpunkte nicht gleich beziehungsweise in unmittelbarer Nähe zueinander sind.“

Wikpedia – Fernbeziehung

Auf unseren Fall trifft das aktuell definitiv zu. Uns trennen sagenhafte 1700km. Uns war von Anfang an klar, das diese Beziehung erst einmal auf Distanz funktionieren muss. Funktionieren hört sich sehr technisch an und im Zusammenhang mit dem Wort Beziehung auch etwas falsch. Doch in dieser Form der Partnerschaft steckt eine nicht zu unterschätzende Menge an Arbeit und Disziplin. Nach zwei Jahren Fernbeziehung habe ich ein paar Tipps & Tricks für dich, die dir bei deiner Beziehung helfen können.

How To Fernbeziehung?

Wie führt man denn nun eine Fernbeziehung? Hier zeige ich dir ein paar Punkte, die uns helfen:

  1. Reden ist Alles, Schweigen ist Nichts
    Da die Distanz zwischen dir und deinem Partner steht, ist die Kommunikation der Schlüssel zum Erfolg. Nutze Hilfsmittel wie Skype und / oder WhatsApp Videotelefonie zusätzlich zu Telefonaten und SMS. Denn wenn du deinen Partner siehst, fällt dir die Kommunikation leichter, denn du siehst auch sein / ihr nonverbales Verhalten. Dies schafft Nähe, die du nicht durch ein Telefonat aufbauen kannst.
  2. Rituale etablieren
    Telefoniere jeden Abend um eine bestimmte Zeit miteinander. Begrüßt und verabschiedet euch auf eine spezielle Weise, die sich als Catch Phrase etabliert. Wie sagt man so schön: „Einmal ist keinmal, zweimal ist Zufall, dreimal ist Tradition!“
  3. Auch mal nichts tun
    Wir hatten eine Zeitlang nur ein langes Wochenende, wenn es gut lief. Ich neigte dazu, jede mögliche Sekunde durchzuplanen mit Museumsbesuchen hier, Familie da, Freunde dort – und plötzlich muss er wieder fort. Einen Plan zu haben ist toll. Doch ich kann dir raten, auch mal den Tag Tag sein zu lassen. Du musst nicht alles durchplanen. Ein entspannter, ungeplanter Abend ist auch schön!
  4. Diskussion ist normal
    Der Titel „Fernbeziehung“ führt nicht zum Zustand der ewig währenden Glücks, Entspannung und Eintracht. Streit, Diskussionen und Unstimmigkeiten gehören zur jeden Beziehung. Führe diese, wann immer sie nötig sein sollen. Unangenehm ist es auf jeden Fall, aber auch nötig.
  5. Wiedersehen & Abschied
    So zuckersüß das Wiedersehen ist, so bitter ist der Abschied. Doch das ist einfach des Pudels Kern. Eine Fernbeziehung ohne diese essentiellen Aspekte ist dann keine Fernbeziehung. Genieße sie, so schlimm vor allem der Abschied auch sein mag.
  6. Single-Dasein in einer Beziehung
    Manchmal kommt es mir vor, als ob ich wieder Single wäre. Ich verbringe so viel Zeit allein zu Hause oder bei der Arbeit, beim einschlafen oder aufwachen, beim kochen oder abwaschen. Um Abwechslung in den Alltagstrott zu bekommen, plane Unternehmungen für dich, damit du deinem Partner etwas erzählen kannst. Somit hast du regelmäßig neuen Gesprächsstoff und es bleibt interessant.
  7. Fernbeziehung hat auch Vorteile!
    Bei einer Fernbeziehung hast du den Vorteil, bei Besuchen beim Partner mal eine andere deutsche Stadt oder sogar (in meinem Fall) ein anderes Land zu bereisen. Das Verhalten der Menschen ist anders, der Ort bietet vieles für neue gemeinsame Erinnerungen. Das schweißt zusammen und verbindet auf vielen Wegen!
  8. Kontrolle ist mäh, Vertrauen ist besser!
    Vertrauen ist ein essentieller Bestandteil einer jeden Beziehung, das gilt auch für eine Fernbeziehung. Bei einer räumlichen Distanz – egal, ob 100km oder 1000km – ist es umso wichtiger. Persönlich war ich sensibler und emotionaler in Bezug auf Vertrauen in der Anfangsphase. Ist er wirklich treu? Was, wenn nicht? Klar, wenn man in einer klassischeren Beziehungsform lebt (in einer Stadt, man zieht in naher Zukunft zusammen), ist durch die räumliche Nähe die Kontrolle näher und das Vertrauen etabliert sich bei weitem schneller. Doch die Distanz macht es zu einer echten Kraftprobe. Doch am Ende ist es doch leicht. Der Faktor „Sorge“ und „Zeit“ spielen da hinein. Wenn du dem Aspekt „Vertrauen“ Zeit gibst und mit deinem Partner offen und ehrlich darüber sprichst, verfliegt die Sorge schnell.
  9. gemeinsame Zukunft planen
    Uns hilft, ein gemeinsames Ziel zu verfolgen. Ein, zwei große Ziele, aufgestückelt in viele kleine Etappenziele, die gemeinsam besser angegangen und bewältigt werden können. Solche Pläne schweißen zusammen und geben Hoffnung für die Zukunft.
  10. 5 Sprachen der Liebe
    Hier habe ich einen Beitrag für dich, in dem ich beschreibe, was die 5 Sprachen der Liebe überhaupt sind und wie du sie in deine Beziehung einbauen kannst. Uns helfen sie sehr.

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Ist eine Fernbeziehung für jeden?

Das musst du für dich selbst beantworten. Ich dachte vorher auch nicht, dass ich so eine Art Beziehung packe, bevor ich mich darauf einließ. Sie ist mit viel Frust und Verzicht verbunden, aber auch mit schönen Erinnerungen und Erlebnissen, die ich heute nicht mehr missen möchte.

how to: Fernbeziehung während einer Pandemie

Fazit

Eine Fernbeziehung ist meiner Erfahrung nach eine schwierigere Variante der klassischen Art der Beziehung. Sie benötigt mehr Engagement, Vertrauen und ein höheres Maß an Kommunikation. Hinzu kommen auch noch die Schwierigkeiten einer laufenden Pandemie. Mögliche Quarantäne- und Reisebeschränkungen erschweren unsere Situation. Doch mit Hilfe der oben genannten Punkte können wir uns unsere Distanz erleichtern und auf bessere, gemeinsame Zeiten hoffen. Die kommen irgendwann, nur Geduld.

Ich hoffe, mit diesem Beitrag zum Thema „how to: Fernbeziehung während einer Pandemie“ konnte ich dir auf irgendeine Weise helfen. Lass unten ein Kommentar da, wenn du weitere Tipps oder Anregungen hast.

tiffeck

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