Kleidung selbst schneidern (Beginner)

Seit Dezember 2019 habe ich eine Nähmaschine, die unglaublich toll ist. Nur was nützt mir eine wahnsinnig gute Maschine, wenn ich mich nicht traue, sie nicht dafür zu nutzen, wozu sie gedacht ist? Mein Motto lautet: Do it yourself! Da ich viel Stoff über habe und einige Schnittmuster in meinem Schrank liegen, werde ich meine Kleidung selbst schneidern. Natürlich Beginner-freundlich!

Absoluter Beginner

Ich bin im Feld der Schneiderei ein kompletter Neuling. Doch Interesse und Spaß eröffnet mir dieses Feld Schritt für Schritt. Im Dezember 2019 kaufte ich mir die Nähmaschine Paff passport 2.0. Ich konnte während der Corona-Pandemie meine Fähigkeiten erweitern, denn ich nähte Masken über Masken über Masken. Außerdem traute ich mich an meine erste Patchwork-Decke heran. Diese Projekte gab mir Selbstbewusstsein und steigerte mein Interesse, mehr in meine Fähigkeiten zu investieren, sodass ich einen Nähkurs anfing. 

Erste Projekte während des Nähkurses

Ich empfinde den Nähkurs wie eine Art Befreiungsschlag. Jahre zuvor traute ich mich nicht, einen Kurs zu belegen, gar eine Ausbildung als Schneiderin zu absolvieren. Aus Angst, was Andere von mir denken. Dank meiner Freunde und meines wachsenden Selbstbewusstseins habe ich für den Anfang einen Nähkurs belegen können. Eine Freundin gab mir den Link dazu. Ich kann ihr gar nicht genug dafür danken! Diese Erfahrung zeigt mir, dass kein Ziel zu hoch gesteckt ist, wenn man genug an sich glaubt und traut, einen Schritt ins Ungewisse zu wagen.

Mein erstes Projekt während des ersten Teils des Nähkurses war eine japanische Reistasche. Ich wählte die größte Variante, da ich sie zum Transport von Kuchen, Muffins und Brot nutzen wollte. Sie hat zwei verschiedene Muster, innen wie außen – somit auch zum Wenden geeignet.

Mich packte zu Hause das Nähfieber, ich suchte meine Bücher heraus, in denen Schnittmuster vorhanden sind. Außerdem suchte ich das Internet ab für diverse kostenlose Vorlagen. Außerdem versuchte ich mich zu Hause an ein Oberteil „ohne Schnittmuster“. Das heißt, ich nahm ein Oberteil als Vorlage und schneiderte darauf los. Das Ergebnis seht ihr in der unteren Galerie! 

Dieses Oberteil ist an sich als erstes Projekt super geeignet. Ihr nehmt ein Oberteil, was euch schmeichelt und vom Schnitt gut gefällt. Entweder nehmt ihr akkurat Maß oder legt es gleich auf das Material drauf und zeichnet es ab (Zugabe nicht vergessen!). Ihr näht die Löcher für die Arme und den Kopf vorher ab. Danach legt ihr die abgenähten Stücke rechts / rechts, näht diese zusammen, dreht sie um und voilá! Fertig ist das erste Oberteil. 

Pläne für die Zukunft

Ich habe Blut geleckt. Dieser Nähkurs eröffnet mir unglaubliche Möglichkeiten! Der Kontakt mit Gleichgesinnten, die die selbe Leidenschaft haben, unter der Führung einer geübten und fähigen Hand. Ich traue mich mehr, will mehr ausprobieren. Nicht nur simple Oberteile, sondern auch Röcke, Kleider, Hosen, alles! Kleidung selbst schneidern ist mein Ziel!

Will ich wieder alles auf einmal? Vielleicht. Ich muss mich zügeln, um nicht vor Frustration wieder alles aufzugeben. Doch ich merke, ich will diese Idee in die Tat umsetzten. Erfahrungen und Selbstbewusstsein sammeln, sodass ich mir mehr zutraue. Dieses Projekt soll uns in Zukunft einen kleinen Nebenverdienst – wenn nicht sogar ein richtiger Beruf – werden. Ich bin voller Zuversicht, dass ich dieses Projekt nicht wieder in den Wind schlagen werde. Es verläuft sich nicht in den Sand wie andere fixe Ideen. Dafür hänge ich zu lange daran. 

Ich möchte etwas aus meiner eigenen Kraft erschaffen, Nachhaltigkeit feiern und Selbstbestimmtheit zelebrieren. Denn was geht über die Selbstbestimmtheit? Nichts, Freiheit ist mir unglaublich wichtig. 

Ein Schritt nach dem anderen. Meine Zukunft ist noch lang, ich habe viel zu lernen. 

tiffeck

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