Was kannst du gegen Heimweh tun?

Seit Anfang Februar lebe ich nun mit meinem Partner in Norditalien. Neben den herkömmlichen Sprachproblemen und Organisationshürden kommt das Heimweh dazu mit der Frage: Was kannst du gegen Heimweh tun? Hier habe ich ein paar hilfreiche & ausführliche Tipps gesammelt, die mir dabei helfen – hoffentlich auch dir!

Wie entsteht dieses Gefühl?

Heimweh entsteht, wenn wir uns bei Umzug an einen neuen Ort, einem Urlaub oder einem Auslandsaufenthalt sich nicht zugehörig und einsam fühlen. Es wird ausgelöst durch Trennung von der gewohnten Umgebung sowie den wichtigen Bezugspersonen wie im Familien- und Freundeskreis.


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Stell dich deinen Gefühlen!

Was verursacht dein Heimweh?

An diese Empfindung glaubte ich erst, als ich selbst drunter litt. Ich glaubte nicht, dass es mich jemals treffen würde – jedenfalls nicht so stark.

Es drückt sich bei mir so aus, dass ich spontan eine tiefe Traurigkeit empfinde und in Tränen ausbreche. Ich weine und weine und weine, denn ich vermisse vor allem meine Familie und meine Freunde. Auch meine gewohnte Umgebung, die ich mir in meiner alten Heimat aufbaute. Dieses Gefühl ist eins, was ich auf das mindeste reduzieren möchte.

Heimweh akzeptieren!

Dieses Gefühl herauszukristallisieren ist eine Sache, es zu akzeptieren eine vollkommen andere. Denn wenn wir es nicht akzeptieren und damit umzugehen lernen, verschlimmert es sich auf Lange Sicht sogar! Somit führt kein Weg an Akzeptanz vorbei. Heimweh gehört zu unseren Leben an neuen Orten dazu wie Luft zum atmen.

Ziehe dich nicht zurück!

Wenn wir uns diesem Gefühl ergeben & sie nicht akzeptieren, verschlimmert sie sich und wir kreisen in eine tiefere Ebene eben dieser Emotion. Da können wir dazu neigen, sich zurückzuziehen. Doch tu eben dies nicht! Geh raus, unterhalte dich mit Leuten (Fremden wie Bekannten), unternimm was Neues – Hauptsache, du ziehst dich nicht zurück. Ja, es kann manchmal hilfreich sein, sich mal ins Bett oder aufs Sofa zu mummeln, sich zurückzuziehen, um sich zu erholen und seine Gedanken zu ordnen. Das Wichtigste dabei ist, wieder aufzustehen und sich aufzuraffen! Nimm dir jedoch so viel Zeit wie nötig.

Freue dich auf den Heimatbesuch!

Plane deine Heimatbesuche in regelmäßigen Abständen, damit das Heimweh keine Chance hat, sich allzu stark zu entwickeln! Mit eben dieser Regelmäßigkeit kannst du besser planen und dich auf Dauer auch besser fühlen.

etabliere einen Anti-Heimweh-Tagesablauf

Langeweile fördert Heimweh

Aller Laster Anfang ist die Langeweile – kennst du den Spruch? Dies kann man auch auf die Emotion des hiesigen Postes beziehen. Wenn wir uns langweilen, neigen unsere Gedanken dazu, sich im Kreis zu drehen. Wir fokussieren uns evlt. auch auf Heimweh, wir könnten uns zurückziehen, zerdenken alles… du siehst, wohin es führen kann. Suche dir ein Hobby, eine Tätigkeit, die dich beschäftigt hält und auf andere Gedanken bringt.

Planung – Planung – Planung

Wenn du einer Arbeit nachgehst, ist ein großer Teil deines Tagesablaufes schon etabliert und beansprucht. Natürlich auch, wenn du z.B. eine Familie mit Kindern hast. Wenn du doch weder Arbeit noch Kinder hast, wird es schwieriger, einen Tagesablauf zu entdecken und zu etablieren. Finder heraus, was du für dein Leben an deinem neuen Ort benötigst und triff alle nötigen Vorbereitungen, um diese Ziele auch umzusetzen. Planung + System = Erfolg!


Hole dir deine Heimat in die Ferne

Koche Familien-Rezepte gegen Heimweh

Ich kann es an meinem Beispiel festmachen: Als ich von Deutschland nach Italien zog, bat ich meine Freunde und Verwandte um ihre Lieblingsrezepte. Somit habe ich jetzt eine sehr gute Auswahl an eigenen Rezepten, aber auch an solchen, die meine Lieblings-Leute echt super toll finden. Dadurch hast auch du ein Stück Heimat bei dir.

Sorge für eine wohnliche Umgebung

Um dir die Umstellung auf ein neue Umgebung zu erleichtern und somit dein Heimweh zu reduzieren, sorge dafür, dass deine Umgebung wohnlich ist. Zum Beispiel kannst du Gegenstände nutzen, die Sentimentalitäten sind, Erinnerungen hervorrufen. Richte es auch so ein, dass du dich heimisch fühlst und nicht wie in einer Höhle. Gemütlichkeit is key!

Lade Freunde & Familie ein

Es kommt natürlich darauf an, ob deine Familie und Freunde in der Nähe wohnen oder nicht. Wenn ja, dann könnt ihr es zu einer Regelmäßigkeit werden lassen. Wenn nicht, lasst es ein Highlight werden! Freunde findet ihr früher oder später auch in der neuen Umgebung, ladet sie auch regelmäßig ein. Physische Treffen mit deinen Mitmenschen vertreibt Langeweile, macht glücklich und reduziert Heimweh.

Besuch von / bei Freunden oder Familie bewirkt Wunder – vor allem mit guten Essen!

Sammle Infos über deine neue Heimat

Finde einen Lieblingsort

Neben der Vorfeld-Informations-Sammlung über deine neue Heimat kannst du deine nahe Umgebung erkunden. Vielleicht entdeckst du ja deine neue Lieblings-Kaffeebar, ein sehr gutes Restaurant oder auch einen Supermarkt, in denen die Angestellten super nett sind. Bei mir ist es der Park um die Ecke – der beinhaltet einen kleinen See, der mich an den großen Park in der Heimat erinnert, der auch regelmäßige Wasserflächen hat. Dies reduziert meine Heimweh-Gefühle sehr.

knüpfe neue Kontakte gegen Heimweh

Wenn du deine neuen Lieblingsorte auserkoren hast, wirst du dich dort mit der Zeit besser und wohler fühlen. Somit ist dein Bewusstsein offener, um sich um andere Einflüsse zu kümmern, wie z.B. deine Mitmenschen. Irgendwann hast du den Dreh raus, wer neben dir regelmäßig „deine“ Orte besuchst. Vor allem in Bars kannst du eher neue Kontakte knüpfen als im Supermarkt. Dies kann auch dein Heimweh reduzieren, wenn du dich in deiner neuen Heimat etablierst – in allen Bereichen.

mache Fotos

Diese Fotos kannst du mit deinen Liebsten teilen, also sie mitnehmen auf deine Reise in deiner neuen Umgebung. Nicht nur per Privat-Nachrichten kannst du sie „verteilen“, sondern daraus kannst du auch deine eigenen Social-Media-Auftritt machen.


Bleibe offen für Neues!

Unternimm möglichst viel

Wie im oberen Segment schon angeschnitten – unternimm Neues, wie deinen Lieblingsort finden. Als Orientierung kannst du deine „alte“ Routinen aus deiner ehemaligen Umgebung in deiner jetzigen beginnen. Dadurch hast du ein Stück Heimat, mit der du dir deine neue Nachbarschaft vertraut machen kannst. Heimweh hat dann kaum eine Chance!

Komme aus deiner Komfortzone heraus

Wie Sheldon Cooper einst schon sagte: „Wieso sollte ich da raus? Sie heißt ja nicht ohne Grund Komfortzone.“ Ist zwar witzig, jedoch hat er hier nur zum Teil Recht. Wenn du in deinem neuen Areal viel unternimmst, kommst du fast schon zwangsweise in Situationen, die dich aus deiner Komfortzone locken. Solche Situationen tauchen vermehrt zu Beginn deiner Eingewöhnung auf, mit der Zeit fühlst du dich wohler und komfortabler.

Was kannst du gegen Heimweh tun?

tiffeck

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