Was tun während der Corona-Krise? Teil 4

Nach über einem Jahr Pandemie gehen meine Gefühle auf Berg- und Talfahrt wie die Inzidenzzahlen. Ein stetiges auf und ab, vor allem verändert sich mein Blick auf die Dinge. Ich kann jetzt sagen: Es gibt ein Leben vor, während und nach der Pandemie. Mein Verhalten veränderte sich. Stetig hegt sich ein Gefühl in mir, ob es richtig ist, was ich tue. Was wann ich wie wo machen – und mit wem? Ein ständiges Achtgeben auf die sich regelmäßig verändernden Regeln. Es ist vor allem ermüdend nach so einer langen Zeit. Mit diesen Gedanken gehe ich an den heutigen Beitrag. Was tun während der Corona-Krise? Was noch? Ich schaffe hier eine Zusammenfassung der vorherigen Teile und versuche, einen Blick in die Zukunft zu werfen.


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Zusammenfassung

Im ersten Teil geht es darum, was wir alles machen können, um uns bei Laune zu halten. Denn was sollen wir mit so viel Zeit denn anfangen? Im zweiten Teil lag der Fokus darauf, von welchen Gütern wir uns trennen können. Aussortieren und loswerden war angesagt. Der dritte Teil gibt uns weitere Möglichkeiten, unsere Freizeit zu gestalten und auch eine kleine Gute-Nacht-Routine.

Alles wunderbare Tipps & Tricks, die mal einfacher, mal schwieriger umgesetzt werden können. Das letzte Jahr zeigte uns , was hängen blieb und was nicht. Bei mir war es definitiv nicht anders. Was behielt ich bei, was nicht und was kam komplett neu dazu?

Was tun während der Corona-Krise? Teil 4

Was ich bis heute beibehielt, sind meine wachsende Kreativität, die sich im zeichnen und vor allem im handwerklichen ausdrückt, das Ausprobieren vieler neuer Rezepte (vor allem vegetarisch/vegan) und das Lesen einer riesigen Menge an Büchern. Die bekam ich vor allem aus öffentlichen Bücherschränken in meiner nahen Umgebung.

„Dank“ der geschlossenen Geschäfte konnte ich meine Kreativität freien Lauf lassen in Bezug auf meine anfallenden Bedürfnisse. Ein neuer Schreibtisch? Schraub ich einfach mal ein überschüssiges Schneidebrett zwischen zwei Kommoden – e voila! Ein neuer Schreibtisch ist da! Mir fehlt ein Wäschebeutel? Zack, mal eben gleich zwei neue genäht aus alter Bettwäsche, die zu oll war, um sie noch zu benutzen. Wie, mir fehlt noch ein Kranz, um ein schönes Gesteck für die Wand zu machen? Beim letzten Spaziergang auf dem Boden liegende Weidenzweige einsammeln, zu einem Kranz binden, ein paar Tage trocknen lassen – schon ist der Phantasie keine Grenzen gesetzt!
Diese Entwicklung gefiel mir sehr, sehr gut. Doch was viel hinten runter?

Was hinten runter viel

Ich bin zur Couchpotatoe geworden. Unternehmungen, mit Freunden treffen, Wanderungen, Museumsbesuche, mal schwimmen gehen, spontan ins Restaurant – durch die Beschränkungen geraten die so wichtigen sozialen Verbindungen unter die Räder. Vor allem auch die Freiheit, machen zu können, was man möchte. Wir haben unglaublich viel Zeit, uns Gedanken zu machen über Dinge/Geschehnisse, die sonst so nebenher laufen. Zerdenken auch viele Geschehnisse, die nicht so viel Aufmerksamkeit verdienen. Bauschen viele auf. Aber geben leider auch den Gedanken, den Personen, die es wirklich verdienen, nicht den nötigen Fokus.

Doch diese Situation hat auch gute Seiten. Die politische Landschaft verändert sich in eine neue Richtung. Sozial wichtige Themen geraten in den Fokus der Gesellschaft, die die Aufmerksamkeit verdienen. Diskussion ist wichtig in einer Demokratie. Dadurch kommen wir weiter, entwickeln uns. Wir müssen dabei aufpassen, dass wir uns nicht in der Diskussion verlieren und eine falsche Richtung einschlagen. Das Bewusstsein darüber, was für uns im einzelnen, aber auch für die Gesellschaft wichtig ist, dürfen wir nicht aus dem Fokus verlieren. Es sind schon auch so schwierige Zeiten.

Was gibt’s neues?

Was ich während dieser Zeit neu für mich entdeckte, ist das Streamen auf der Plattform Twitch. Es verbindet für mich so vieles:

  • Games zocken (was ich eh schon regelmäßig tat)
  • das in Kontakt treten mit den verschiedensten Leuten
  • die damit einhergehende Kommunikation mit eben diesen
  • das Potential, neue Freundschaften zu schließen
  • die Möglichkeit, Geld damit zu verdienen
    • mit dem Hinblick auf das Auswandern nach Italien

Dies ist eine sehr positive Sache, die sich in mein Leben veränderte. Somit habe viele Fliegen mit einer Klatsche geschlagen. Das Potential, was in dieser Plattform für mich steckt, ist riesig. Sie eröffnet mir Möglichkeiten, die ich mir vorher nicht erträumte. Vor allem eine Möglichkeit, über die ich vorher gar nicht nachdachte – die Monetarisierung für meine Zeit in Italien.

Was tun während der Corona-Krise? Teil 4

Fazit

Was schließe ich aus alldem? Dass ich zwar sozial isolierter bin, doch auch in persönlichen Aspekten reifen kann und sehe, was alles möglich ist, wenn so eine außergewöhnliche Situation wie diese mich aus meiner Routine, fast schon Hamsterrad, schubst. Dass die Fähigkeit, außerhalb der Box zu denken, geschärft wird. Dass Alternativen für bestimmte Routinen sich etablieren und diese auch gut sein können. Was ist mir bewusst geworden? Soziale Verbindungen wie Familie oder Freunde sind nichts selbstverständliches. Sie müssen vor allem jetzt in so einer Zeit gehegt und gepflegt werden. Ohne Gemeinschaft sind wir nichts. Mein Tipp: Implementiert den geltenden Gesetzen entsprechend eine neue Art der sozialen Interaktion in euren Alltag. Somit behalten wir unsere sanity in einem den Umständen entsprechend tolerablen Bereich.

tiffeck

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