Weltspartag – Tipps & Tricks für mehr finanzielle Freiheit

Heute ist Weltspartag. Diesen Tag nehme ich zum Anlass, euch meine Tipps & Tricks für mehr finanzielle Freiheit zu zeigen.
Finanzielle Themen schnitt ich schon in anderen Blogposts an. Über Finanzen müssen wir sprechen. Denn dieses Thema umgibt Scham, Unwissen und Stolz. Vielleicht kennst du das ja auch. Da es in unserer Gesellschaft nicht üblich ist, darüber zu sprechen, findest du hier immer wieder in regelmäßigen Abständen Post zu diesem Topic.

Was ist der Weltspartag?

Der Weltspartag findet alljährlich in der letzten Oktoberwoche statt. Die Idee für diesen Tag geht auf den 1. Internationalen Sparkassenkongress (First International Thrift Congress) im Oktober 1924 zurück. Ursprünglich der Förderung des Spargedankens gewidmet, hat sich der Charakter des Weltspartags in der Vergangenheit in Teilen der Welt deutlich gewandelt.

Der Weltspartag ist schon eine feine Sache. Ich nehme diesen Tag zum Anlass, über meine finanziellen Ausgaben und Verpflichtungen nachzudenken. Wie viel gebe ich wo und wie aus? Im nachfolgenden Überblick seht ihr, über welche Aspekte und Bereiche ich mir persönlich Gedanken mache.

In welchen Bereich kannst du sparen?

Lebensmittel

Am Lebensmitteleinkauf kommen wir nicht vorbei. Somit kannst du dir sehr gut Gedanken darüber machen. Warum? Laut einer forsa-Studie kostet unsere auf das Jahr gesehene Wegwerfen von Lebensmittel satte 235€! 

Mach dir klar, welche Lebensmittel du gerne isst. Kaufe nichts – und ich meine nichts! – was dich spontan anspricht und vorher nie gegessen hast. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass du dieses Lebensmittel nicht verarbeitest. Teste dich aus deiner Komfortzone heraus. Wenn du z.B. gerne Brot ist, teste eine andere Variante. Bei Tee genauso und so weiter. 

Eine Einkaufsliste ist für den Gang in den Supermarkt unentbehrlich. Damit vermeidest du spontane Einkäufe. Wenn dir währenddessen etwas einfällt, schreib es dir auf die Rückseite deines Einkaufszettels oder in dein Handy für das nächste Mal. 

Achte auf Angebote und Reduzierungen deines bevorzugten Supermarktes. In den jeweiligen Bereichen gibt es oft 20% – 50% Rabatt, wenn sie kurz vor Ende des MHD stehen. Das MHD heißt bei vielen Lebensmittel nicht, dass es gleich verdorben ist, wenn das aufgedruckte Datum erreicht ist. Vertraue deinen Instinkten – rieche, schmecke, sehe, fühle. 

Kleidung

Kleidung muss nicht immer neu sein. Wir Deutschen werfen ca. 4.7kg Kleider in den Müll – Platz 7 im europäischen Vergleich der Textilverschwender. Wie kannst du etwas daran ändern? Indem du dein eigenes Verhalten hinterfragst und änderst. 

Schau dich in Second Hand Geschäften um, ob dir da etwas zusagt. Für jeden Anlass und jede Gelegenheit gibt es ein Geschäft dafür. In meiner Stadt gibt es welche, die sich auf höherwertige Kleidung fokussieren, andere eher auf Damenbekleidung. Andere wiederum haben eine gute Mischung aus allen Bereichen. Es lohnt sich, einen Blick hineinzuwerfen. 

Bist du eher ein Fan von Online-Shopping? Es gibt Seiten wie upup, kleiderkreisel, maedchenflohmarkt,…. Die Weiten des Internets lassen dich auch da nicht im Stich. 

Natürlich kannst du auch Flohmärkte nutzen – während der Corona-Pandemie leider nicht möglich. 

Ebenfalls eine gute Option ist der Kleidertausch mit Familie, Freunden und Bekannten. 

Restaurants & Bars

Das Ausgehen in Restaurants und Bars ist primär eine Tätigkeit, die wir zur Sozialisierung nutzen. Doch wir unterschätzen, wie viel uns so ein Besuch doch kostet. Vor allem die Getränke reißen dem Geldbeutel ein riesiges Loch. Ich kenne es ja selbst, auf Treffen mit meinen Freunden möchte ich nicht verzichten. Hier gebe ich dir Tipps, wie du dich sozialisieren kannst und dabei deine Finanzen schonst. 

Treffe dich mit deinen Verwandten und Freunden draußen auf ein Picknick mit mitgebrachten Snacks und Getränken. Du schnappst frische Luft, unternimmst etwas mit deinen Liebsten und sparst dabei auf spaßige Weise Geld. 

Dem gegebenen Anlass entsprechend treffe dich mit deinem sozialen Umfeld in einem Zoom-Meeting auf einen Kaffee und Kuchen. Backe den Kuchen selbst oder kaufe (im Angebot) ein Teilchen vom Bäcker oder dem Supermarkt. 

Nutze Apps wie toogoodtogo, um auch in diesen schweren Zeiten deine Lieblingslokale zu unterstützen und dabei Geld zu sparen. 

Fortbewegungsmittel

Wer ein Auto hat, kennt das vielleicht:

Ich möchte Altglas- und Altpapier wegbringen, die Container stehen in unzumutbarer Nähe zu den eigenen vier Wänden – d.h. wir fahren schnell mal den ach zu kurzen Weg mit dem Auto hin. 
Oder der kleine Einkauf im Supermarkt um die Ecke wird mit dem SUV erledigt, da man ja doch nicht weiß, ob es bei der Packung Milch und die Dose Oliven bleibt. 

Brauchst du das Auto unbedingt?  Wenn du dir darüber klar wirst, dass du es doch nicht in dem Umfang brauchst, kannst du dir Versicherungen, Sprit und ggf. Reparaturen sparen, indem du es verkaufst. Das ist die größte, finanzielle Ersparnis, die du erreichen kannst.

Fahre bis zu mittellange Strecken mit dem Fahrrad. Es fördert deine Gesundheit, aber schont auch deinen Geldbeutel.

Gehe zu Fuß so viel es geht. Auch mal in Gegenden deiner Umgebung, die du noch nicht kennst. Vielleicht entdeckst du eine schöne Boutique, die dir vorher noch nicht aufgefallen ist oder einen kleinen Park, den du sonst nie besucht hast.

Nutze öffentliche Verkehrsmittel nach Bedarf. Wenn du Pendler bist, lohnt sich eine Jahreskarte deines Nahverkehrsverbandes. Für sporadische 

Abonnements

Abonnements lauern um jede Ecke. Ob es Musik- oder TV-Streaming-Dienste sind oder Magazine-Abos – du nutzt bestimmt einige dieser Abo-Formen. Doch wie viele und vor allem welche brauchst du wirklich?

TV-Streaming-Dienste wie Netflix, Amazon Prime oder Disney+ lauern um jede Ecke, darunter zählen auch Anbieter wie Sky oder DAZN. Wie viele solcher Abos laufen bei dir parallel? Werde dir klar, welche Dienste du wirklich und regelmäßig nutzt. Kicke die anderen, deine freie Zeit ist zu kurz um all diesen Diensten deine volle Aufmerksamkeit 24/7 zu schenken. 

Magazine- & Zeitungsabonnements sind leider eine aussterbende Form. Aber auf der anderen Seite war es noch nie so einfach, eine Zeitschrift zu launchen – und somit auch dementsprechend Abos abzuschließen. Mache dir bewusst (wenn du welche hast!), wie viele Abos du hast und ob du sie wirklich benötigst. Kündige sie, falls du sie nicht mehr brauchst. 

Apps & monatlich zu zahlende Programme wie Canva, Buffer und adobe Photoshop sind vielleicht auch auf deiner Ausgaben-Liste. Benötigst du sie für deine 
Arbeit? Oder benutzt du sie so regelmäßig, dass es sich wirklich lohnt? Wenn nicht, dann reicht auch die kostenlose Variante – kündigen!

Miete & Nebenkosten

Jetzt kommt es zu den richtig schwierigen, zeitintensiveren Wechseln. Eine Wohnung ist ein Wohnort, die man für eine bestimmte kurz- oder langfristige Zeit sein zu Hause nennt. Diese vier Wände wollen natürlich beheizt und mit Strom versorgt werden. Überlege dir sehr gut, wie du dein persönliches Umfeld erstellen möchtest und vor allem wie groß und wie viel es kosten soll. 

Der Wohnraum ist das privateste, was man sich „zulegen“ kann. Es ist der Rückzugsort nach hektischen und zermürbenden Tag. Aber auch der Raum, in dem Freude und Entspannung entsteht. Hier dreht sich alles um den wortwörtlichen Wohnraum. Welche Größe / wie viele Quadratmeter benötige ich? Reicht eine Ein-Zimmer-Wohnung oder ist ein sechs-Zimmer-Haus mit 100qm Garten besser für dich geeignet? Sei dir deiner Bedürfnisse bewusst und hol dir einen Wohnraum, der deiner Persönlichkeit gerecht wird – und deinem Geldbeutel.

Die Nebenkosten sind mitunter die Kosten, die am höchsten sind. Nimm Seiten wie check24 zur Hilfe, um nach günstigeren Alternativen Ausschau zu halten. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass du zwar bei jedem Wechsel bares Geld sparen kannst, dafür Jahr für Jahr an den Wechsel denken musst und alles einleiten musst für den dementsprechenden Wechsel. 

Pinterest Weltspartag

Fazit

Unsere Gesellschaft lässt uns Erwachsen werden in dem Glauben, durch Geld vieles, ach, so gut wie alles lösen zu können. Es gibt doch dieses – etwas abgedroschene – Zitat: 

Die Bank gibt dir Geld, das du nicht hast, damit du dir Sachen kaufst, die du nicht brauchst, um Leute zu beeindrucken, die du nicht magst

Finanzspruch

Geld soll nicht unser Leben bestimmen und darüber herrschen. Wir sind die Gestalter unserer Persönlichkeit und Geld ist das Mittel, um es aufblühen zu lassen. Es ist ein Werkzeug und wir müssen herausfinden, wie es funktioniert und lernen, es zu benutzen. Unser aktuelles Zahlungsmittel – ob es Euro, US-Dollar oder BitCoins sind – soll uns dienen, es soll uns unsere Freiheit genießbar machen. Lerne, es richtig einzusetzen, indem du erst in dich gehst und dir deiner Bedürfnisse klar wirst. 

Erst, wenn du weißt, wer du bist, kannst du deinen eigenen Weg gehen. Nimm das Werkzeug Geld in die Hand und lerne es ebenso kennen. Wenn du es nämlich einmal begriffen hast, wie es funktioniert, liegt dir die Welt zu Füßen!

tiffeck

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